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Tagungsankündigung:

KUNST-STIMMEN. Auditive Inszenierungen im Spannungsfeld von Live-Performance und Aufzeichnung

Internationales Symposion des Unterprojekts B10 "Stimmen als Paradigmen des Performativen" des Sfb "Kulturen des Performativen"


Leitung: Prof. Dr. Doris Kolesch
Mitarbeiter/in: Daniel Schreiber und Jenny Schrödl
Tagungstermin: Freitag, den 26. und Samstag, den 27. März 2004
Tagungsort: Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin, Grunewaldstr. 35, 12165 Berlin



Organisation:
Daniel Schreiber und Jenny Schrödl
Fon: +49-30-83850358
Email: artvoices2004@yahoo.com


KUNST-STIMMEN. Auditive Inszenierungen im Spannungsfeld von Live-Performance und Aufzeichnung

Seit dem späten achtzehnten Jahrhundert äußert sich in unserer Kultur das starke Begehren, die Stimme in ihrer zeit-räumlichen Flüchtigkeit zu konservieren, zu reproduzieren und artifiziell herzustellen. Inzwischen sind Medientechnologien zur Stimmreproduktion und Stimmkonservierung nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Stimmen von Video- und Tonbändern, aus Radio und Fernsehen, per analogem Kabel oder digitalen Satellitensignalen sind heute ebenso Teil unserer kulturellen Realität wie körperlich erklingende Stimmen. Auf keinem anderen Gebiet jedoch treten die veränderten Stimm- und Hörtechniken so stark in den Vordergrund wie in der Kunst. Ob in Video, Performance, Radio, Installation oder Theater - in den zeitgenössischen Künsten wird unsere stimmlich-kulturelle Realität immer wieder aufs Neue thematisiert. Das Symposion will einen grundlegenden Beitrag zur Reflexion der medialen Komplexität und Heterogenität des Stimmlich-Auditiven im Zeitalter seiner technologischen (Re)Produzierbarkeit leisten. Das stimmliche Spannungsverhältnis zwischen Live-Performance und Aufzeichnung wird durch verschiedene Fragekomplexe erkundet: Verändern Technologien unsere Wahrnehmung? Gibt es so etwas wie eine "körper-lose" Stimme? Wie wird das Verhältnis zwischen Live- und Techno-Stimme in den Künsten inszeniert? Wie gestaltet sich die historische Genese technologischer Stimmen?

Freitag, 26. März 2004

13.00 – 13.15 Begrüßung
Erika Fischer-Lichte (Berlin), Sprecherin des Sonderforschungsbereichs "Kulturen der Performativen"

13.15 – 14.15 Doris Kolesch (Berlin)
"Natürlich künstlich. Die Stimme im Medienzeitalter"

14.15 – 14.45 Kaffeepause

I. SEKTION: STIMMKÖRPER. FRAGMENTIERUNG DER STIMME UND ZUSAMMENSPIEL DER SINNE

14.45 – 15.45 Daniel Schreiber (Berlin)
"Die schöne Stimme. Vokale Signaturen von Ästhetizität, Faszination und Begehren"

15.45 – 16.45 Miriam Dreysse (Gießen)
"Was erzählt eine alte Stimme, was eine junge nicht erzählt?"

16.45 – 17.15 Kaffeepause

17.15 – 18.15 Hans-Thies Lehmann (Frankfurt/ Main)
"Prädramatische und Postdramatische Stimme"

anschließend Abendessen mit den Referent/innen

Samstag, 27. März 2004

II. SEKTION: TECHNOLOGIES OF THE VOICE. THE PRODUCTIVITY OF RECORDING

9.00 – 10.00 Brandon LaBelle (London)
"Pillow Talk, and the drama of whispers"

10.00 – 11.00 John Durham Peters (Iowa City)
"The Voice and Modern Media”

11.00 – 11.30 Kaffeepause

11.30 – 12.30 Philip Auslander (Atlanta)
"The Inauthentic Voice: Vocal Production in Glam Rock"

12.30 – 14.30 Mittagspause

III. SEKTION: STIMMBILDER. RELATIONEN DES IMAGINÄREN

14.30 – 15.30 Jenny Schrödl (Berlin)
"Stimm(t)räume. Zu Audioinstallationen von
Laurie Anderson und Janet Cardiff"

15.30 – 16.30 Helga Finter (Gießen)
"Stimmkörperbilder: Ursprungsmythen der Stimme und
ihre Dramatisierung auf der Bühne"

16.30 – 17.00 Kaffeepause

17.00 – 18.00 Hermann Kappelhoff (Berlin)
"Die Ikone spricht!' Der weibliche Kinostar zwischen Stummfilm und Tonfilmkino"

18.00 – 18.15 Kaffeepause

18:15 – 19:30 Podiumsgespräch zum Thema "Stimme in den Künsten"
mit Christa Brüstle (Musikwissenschaftlerin, Berlin), Stefan Kaegi (Theater- und Audiokünstler, Berlin/Brüssel), Alice Lagaay (Philosophin, Berlin), Kathrin Röggla (Autorin, Berlin) und Leopold von Verschuer (Schauspieler und Übersetzer, Paris/Köln)






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